ANIMALS PLANET - Vögel


Flamingos
© Kunstart.net
   Romana Schaile:
   Flamingos; Quelle: pixelio.de

Vögel gehören zu den Wirbeltieren und können gegenüber anderen fliegen. Viele Merkmale ihres Körperbaus lassen auf gemeinsame Vorfahren mit den Reptilien schliessen. Vor ca. 160 Millionen Jahren sind unter den Pseudosuchier die Vorfahren der Vögel zu suchen. Diese konnten zunächst nur laufen und ein wenig mit den Flügeln flattern. Daraus entwickelten sich die baumbewohnenden Arten. Die Federn sind das wichtigste Kennzeichen der Vögel, sie entstanden aus Reptilienschuppen. Die Knochen sind stärker miteinander verwachsen als bei den Reptilien. Das Skelett weist mit den Flügeln am deutlichsten auf das Flugvermögen der Vögel hin.

Vögel legen wie Reptilien Eier, die sie in selbsterrichteten Nestern ausbrüten. Bei den Jungen unterscheidet man dabei zwischen Nesthocker und Nestflüchter. Während Nesthocker langsam aufgezogen werden sind Nestflüchter gleich selbstständig.
 
Das Gehirn ist im Aufbau dem der Reptilien ähnlich, jedoch weit größer. Die Augen sind besonders stark entwickelt. Die Sehschärfe des Vogelauges übertrifft die des Menschen um das 6- bis 8-fache, siehe Greifvögel. Auch haben sie ein weites Rundumblickfeld. Der Gleichgewichtssinn und das Gehör sind ebenso gut ausgebildet, nicht jedoch das Geruchsvermögen.
 
Die Arten bevorzugen bestimmte Biotope, sie sind nach ihrem Körperbau und Lebensweise angepasst.


Strauss
© Swantje Ludwig: Strauss
   Quelle: pixelio.de

Alle Vögel haben Flügel, aber nicht alle können fliegen. Der Strauss ist zu schwer um zu fliegen, Pinguine benützen ihre Flügel um zu schwimmen und einige, wie z.B. der Kiwi, leben am Boden.


Baltimore Oriol
© Mdf: Baltimore Oriol (Icterus
   galbula) - Rondeau Provincial
   Park; Quelle: wikipedia (en)

Die korrekte Einteilung der Vögel mit mehr als 10.000 Arten in Ordnung, Gattung, Familie und Art ist nicht sehr einfach. Ist es eine Art oder eine Unterart? Dazu ein Beispiel aus den Vereinigten Staaten von Amerika: Vor mehr als 20 Jahren entschieden die Wissenschaftler das der »Baltimore Oriol« die gleiche Art wie der »Bullock's Oriol« sei.
 
Der Baltimore Oriol lebt im Osten von U.S.A, der Bullock's Oriol im Westen. Beide wurden als »Northern Oriol« bezeichnet. 1995 änderten die Wissenschaftler ihre Meinung und entschieden, dass es sich um zwei Arten handelt.

Diese "Teilung" der Art wird häufiger angewandt, als die DNA. Wenn aus zwei Arten eine neue Art kombiniert wird, bezeichnet man das als "lumping". Eine Art in zwei oder mehreren Arten teilen nennt man "splitting".
 
Es gibt über 10.000 Vogelarten, davon:

˜3.200 in Südamerika
˜2.900 in Asien
˜2.300 in Afrika
˜2.000 in Nord-, Mittelamerika und Karibik (über 930 in U.S.A.)
˜1.700 in Australien und umliegenden Inseln
˜1.000 in Europa
und 65 in der Antarktis